Gerlingen wurde gefragt!

Der Arbeitskreis Stadtentwicklung der CDU Gerlingen führte im Herbst 2010 erstmals eine Befragung der Gerlinger Bürgerinnen und Bürger sowie der Besucher Gerlingens durch (nachfolgend der Einfachheit halber durchgängig als „Gerlinger“ bezeichnet). Damals nahmen insgesamt 333 Personen an der Umfrage teil, welche sich auf die Themen Verkehr, Infrastruktur, Aufenthaltsqualität der Innenstadt sowie des Angebots von Einzelhandel und Gastronomie in Gerlingen konzentrierte.

Im Frühjahr diesen Jahres haben wir eine zweite Umfrage durchgeführt und auch das kulturelles Angebot in Gerlingen sowie dessen Kosten bzw. dessen Finanzierung beleuchtet. Ein weiterer Aspekt war die Untersuchung, ob sich das Einkaufsverhalten der Gerlinger durch die Verlagerung von Lidl und Rossmann zum „Römer“ verändert hat? Waren bei der Umfrage Bewertungen vorzunehmen, haben wir uns der Systematik der Schulnoten bedient, also von einer „1“ für „sehr gut“ bis zu einer „6“ für mangelhaft.

Die Beteiligung an unserer zweiten Umfrage war überwältigend: 458 Personen nahmen an der Umfrage teil, deren Altersverteilung sich mit der des Landkreises nahezu vollkommen deckt. Damit ist die Umfrage sowohl repräsentativ wie auch aussagekräftig.

Die Resonanz der Umfrage im persönlichen Gespräch auf dem Gerlinger Rathausplatz war ausgesprochen positiv, der Austausch und die Rückmeldungen sehr angenehm. Besonders ermutigend empfanden wir die offen gezeigte Anerkennung für die Tatsache, dass sich eine Partei vor Ort über das Meinungsbild, die Sorgen und Wünsche der Bürger informiert.

Hier können Sie die Auswertungen aller Einzelfragen als PDF downloaden.

Umfrage 2012 als PDF

Durch die Beantwortung von 18 Fragen ließ sich ein umfassendes Bild zeichnen, das wir Ihnen in den nächsten Wochen detailliert darstellen wollen:

  1. Verkehr und Bedeutung der Infrastruktur
  2. Einzelhandel, dessen Wahrnehmung und Bild der Kunden
  3. Aufenthaltsqualität der Innenstadt, kulturelles Angebot und dessen Finanzierung sowie Wertschätzung
  4. mögliche Konsequenzen für die Stadtentwicklung und Lokalpolitik

Wir, der Arbeitskreis Stadtentwicklung der CDU Gerlingen, bedanken uns sehr herzlich für die großartige Resonanz auf unsere Umfrage, welche ein so umfassendes, aussagekräftiges und repräsentatives Ergebnis erst möglich gemacht hat: vielen Dank !

Andreas Arzt, Christian Haag, Thomas Nau

Umfrage Ergebnis Teil 1

Der Einstieg in die Befragung war, wie kommen die Besucher der Innenstadt ins Zentrum, welche Verkehrsmittel nutzen Sie und wie zufrieden sind Sie mit der Möglichkeit deren Nutzung?

Kann ein Stadtzentrum nicht bequem und in kurzer Zeit erreicht werden, wird sich niemand die Mühe machen, sich dorthin zu begeben, es sei denn, das Angebot ist einzigartig, es gibt keine Alternativen oder es handelt sich um einen besonderen Anlass.Die Gerlinger treffen ihre Entscheidung, ob die Nutzung eines Verkehrsmittels notwendig ist, offensichtlich mit Bedacht, denn nahezu die Hälfte der Befragten gelangt zu Fuß ins Zentrum Gerlingens. Wird ein Verkehrsmittel benutzt, ist das eindeutig am häufigsten gewählte Verkehrsmittel der eigene PKW, mit großem Abstand folgen das Fahrrad, dann die U-Bahn und abschließend der Stadtbus.

Die Mehrzahl der Besucher der Innenstadt, welche hierher mit dem Auto gelangt sind, möchte dieses zentral an einer Stelle parken und Erledigungen von dort aus zu Fuß bequem tätigen können. Daher befasst sich die zweite Frage mit der subjektiven Zufriedenheit des Angebots kostenloser Kurzzeitparkplätze in Gerlingen?

Umfrage Ergebnis Teil 2

Vergangene Woche hatten wir den ersten Teil unserer Frühjahrsumfrage mit dem Punkt, wie häufig nutzen wir Gerlinger das Fahrrad als Verkehrsmittel in Gerlingen, abgeschlossen.

Wir bleiben beim Themenschwerpunkt Verkehr und setzen die Präsentation des Umfrageergebnisses mit dem öffentlichen Nahverkehr innerhalb Gerlingens fort: Dabei fragten wir nach der Entfernung der jeweiligen Wohnung zur nächstgelegenen Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels. Gerade einmal 13,5 % der Befragten müssen von Ihrer Wohnung mehr als 500 m bis zur nächsten Haltestelle eines öffentliches Verkehrsmittel zurücklegen. In den Gerlinger „Randgebieten“ wie Waldsiedlung oder Gehenbühl liegt deren Anteil sogar nur noch bei ca. 11 %. Die Entfernung zur Haltestelle kann also mehrheitlich kein Hindernis für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs darstellen. Dennoch rangiert der öffentliche Nahverkehr hinsichtlich Nutzungshäufigkeit deutlich hinter der Anzahl der Fußgänger und Autofahrer.

Das Parkplatzangebot der Innenstadt steht in Konkurrenz zu dem der Verbrauchermärkte und Discounter, genauso wie das Angebot des „kleinen“ Einzelhändlers zu dem des Vollsortimenters.